Archiv für Februar 2009

Polizeieinsatz Dresden

Die Alternative Dresden News haben eine ausführliche Auswertung des Polizeieinsatzes am 14. Februar anlässlich des größten Neonaziaufmarschs der BRD veröffentlicht.

[taz.de] Kriminelle Kameras

Das Abfilmen der Demonstration „Freiheit statt Angst“ im Oktober 2008 sei rechtens gewesen, behauptet der Berliner Innensenator. Bürgerrechtler sagen, die Polizei überschreite regelmäßig ihre Befugnisse. VON BENJAMIN LAUFER (mehr…)

[taz] Kehler Bürger erhalten Hausarrest

Der Nato-Jubiläumsgipfel Anfang April wird die Region Baden-Baden, Kehl und Straßburg in Ausnahmezustand versetzen. Die Polizei rüstet zum Großeinsatz und verhängt Verbotszonen. Vorbild ist der Einsatz beim G-8-Gipfel 2007 in Heiligendamm. (mehr…)

Schlag ins Gesicht für Berliner Journalisten

Bert Schulz und Gereon Asmuth vom Berliner Lokalteil der taz sind im vergangenen Jahr am 1. Mai von Berliner Polizisten geschlagen worden, Bert sogar ins Gesicht. In Ausführung ihrer journalistischen Tätigkeit, wohlbemerkt. Während Gereons Verfahren kürzlich eingestellt wurde, liegt nun das Urteil gegen den Polizisten vor, der Bert geschlagen hat: 90 Tagessätze wegen Körperverletzung im Amt. Das Urteil fällt damit sehr milde aus und wurde defakto unter Ausschluss der Öffentlichkeit, im schriftlichen Verfahren geführt. Mehr in der taz von Plutonia Plarre.

Ein Samstag in Dresden


Am Wochenende trafen sich in Dresden 6000 Neonazis, um den größten rechten Aufmarsch der deutschen Nachkriegsgeschichte durchzuführen. 10000 Gegendemonstrierende protestierten dagegen, darunter 4000 auf einer Antifademo. Und ich mittendrin, in diesem Fall als Fotograf für die taz (Hier geht’s zur Fotostrecke) und Korrespondent für Colorradio. Ein kleiner Überblick. (mehr…)

Der dümmstmögliche Artikel

Willkommen im Kreis der Großen. Medienjournalist Stefan Niggemeier bezeichnet meinen Artikel über eine kuriose Geschichte über die Verlässlichkeit von Wikipedia und die journalistische Sorgfaltspflicht, der in diesem Fall zu Hauf Journalist*innen nicht nachgekommen sind, als vielleicht dümmstmöglichen Beitrag zum Thema. Abgesehen vom Mukkieren über einen Tippfehler, der sich beim Redigieren eingeschlichen hat (gähn), stellt er im Wesentlichen darauf ab, ich suchte die Schuld bei Wikipedia. Mal abgesehen davon, dass ich keine*r der Kolleg*innen bin, die der ganzen Geschichte aufgesessen sind, kann ich ganz gut mit dem Inhalt der Kritik leben. Denn so hab ich das gar nicht gemeint. Ein Satz mehr zum Fehlverhalten der zahlreichen Medien wäre hier wohl angebracht gewesen. Aber ob das „dümmstmöglich“ ist, wage ich an dieser Stelle zu bezweifeln.

Widerlicher als alles, was in Bild und Bunte steht

Ich habe einige Jahre für die taz geschrieben und habe erleben dürfen, wie die in der Redaktion miteinander umgehen, wie selbstgewiss sie denken und schreiben, wie schlecht sie die Zeitung machen und sich dabei über den Boulevard erheben. Das ist widerlicher als alles, was in Bild und Bunte steht. Die Arbeitsbedingungen sind eine Katastrophe, die Bezahlung ist es auch. Das ist der permanente Selbstbetrug.

Das sagte Benjamin von Stuckrad-Barre über seine Zeit bei der taz nach seinem Wechsel zum Springer-Konzern im vergangenen Sommer in einem Cicero-Interview. Ob da was dran ist? Ich werde es heraus finden. Ab Montag. In Berlin. Um dann vielleicht, wie die Kolleg*innen von der taz, festzustellen:

Allerdings ist nicht „die Bezahlung“ das Problem, lieber Stucki. Das Problem sind Preise von bis zu 70 Euro für das Gramm Kokain, stimmt’s?